Olórin

siehe Mithrandir

Hochelben-Name: Olor ist ein des öfteren als ›Traum‹ übersetztes Wort, das sich aber nicht auf das Träumen im Schlaf bezieht. Für die Eldar schloß es die lebendigen Inhalte ihrer Erinnerung wie die ihrer Einbildungskraft ein: tatsächlich bezog es sich auf eine deutliche Vision im geistigen Raum, auf Dinge, die materiell nicht anwesend sind. Doch es ist nicht nur eine Idee gemeint, sondern deren vollständige Auskleidung in besonderer Gestalt bis in die Einzelheiten.

Olos: ›Gesicht‹, ›Vision‹, ›Phantasieren‹: gebräuchliche elbische Bezeichnung für ›geistige Konstruktion‹, die eigentlich nicht vorhanden ist, die jedoch von den Eldar mittels Kunst (karme) sichtbar und erfühlbar gemacht werden konnte. Olos wird gewöhnlich auf schöne Gebilde angewandet, die einzig einen künstlerischen Zweck haben (d. h. die nicht als Gegenstand der Täuschung oder des Machtgewinns zu begreifen sind).

In Zusammenhang mit Olórins Tätigkeit als Ratgeber Irmos ist sein Name zu verstehen: In den Herzen jener, die Olórin zuhörten, erwachten Gedanken an schöne Dinge, die noch nicht dagewesen waren, die aber jetzt zur Ausschmückung Ardas gemacht werden konnten.

Eine weitere Erklärung bietet die Tatsache, daß Gandalf in Valinor in Lórien, den Gärten Irmos, wohnte. Auch dieser Name steckt in Olórin.

(Vgl. ME 515 f.)

Autor: CG